Closer to perfection
Erster Podesterfolg in der FIA WEC für Manthey DK Engineering auf dem Circuit of The Americas
Racing | WEC
  • Manthey DK Engineering beendet das fünfte WEC-Rennen der Saison auf Platz zwei
  • The Bend Manthey erreicht nach technischen Problemen den fünfzehnten Rang
  • James Cottingham wird von den Zuschauern des Sechs-Stunden-Rennens mit dem Goodyear Wingfoot Award ausgezeichnet

Austin. Manthey DK Engineering feiert beim FIA WEC Lauf auf dem Circuit of The Americas in Texas mit Platz zwei den ersten Podesterfolg der Saison für James Cottingham, Timur Boguslavskiy und Ayhancan Güven. Das The Bend Manthey Schwesterfahrzeug mit Yasser Shahin, Riccardo Pera und Richard Lietz überquerte nach einem technisch bedingten Rückschlag infolge einer Kollision auf Rang 15 die Ziellinie.
 
Von den Startplätzen drei (#91) und 13 (#92) gingen die beiden Porsche 911 GT3 R in das Sechs-Stunden-Rennen auf dem Circuit of The Americas. James Cottingham behauptete sich in der Anfangsphase in der Spitzengruppe und übergab den von ihm zwischenzeitlich in Führung gebrachten Neunelfer nach seinem Doppelstint an Timur Boguslavskiy. Im Schwesterfahrzeug erlebte Yasser Shahin derweil nach einem frühen Kontakt eine schwierige Anfangsphase. Rund zwei Stunden nach Rennbeginn musste die Startnummer 92, inzwischen mit Riccardo Pera am Steuer, aufgrund technischer Probleme infolge der Kollision schließlich an die Box zurückkehren. Zwar gelang es der Manthey-Crew, die Schäden zu beheben und das Fahrzeug zurück auf die Strecke zu schicken, der Rückstand auf die Konkurrenz betrug zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits sechs Runden. Nach der verbleibenden Renndistanz überquerte das Trio Shahin, Pera und Lietz die Ziellinie schließlich auf Rang 15. An der Spitze kämpften Timur Boguslavskiy und Ayhancan Güven nach der Übernahme des Fahrzeugs von Cottingham über die verbleibenden Rennstunden hinweg konstant um die Führung in der LMGT3-Klasse. Trotz einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe behauptete die Startnummer 91 bis ins Ziel den zweiten Platz und sicherte Manthey DK Engineering damit den ersten gemeinsamen Podesterfolg der laufenden FIA-WEC-Saison. Zusätzlich wurde James Cottingham mit dem Goodyear Wingfoot Award ausgezeichnet, mit dem die Zuschauer den herausragenden LMGT3-Fahrer des Rennens ehren.
 
Nach fünf von acht Langstreckenrennen liegen Shahin, Pera und Lietz (#92) nun an dritter Position in der Gesamtwertung der Endurance Trophy für LMGT3-Teams (49 Punkte). Cottingham, Boguslavskiy und Güven (# 91) rücken, nach dem starken Punkteergebnis in Texas, von Platz zehn auf den fünften Rang vor (48 Punkte).
 
Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing der Manthey Racing GmbH, fasst das Rennen auf dem Circuit of the Americas zusammen: „Lone Star Le Mans war auch in diesem Jahr wieder ein spannendes, und für die Teams, mit immer mal wieder leicht einsetzendem Regen, ein strategisch herausforderndes Rennen. Der Start verlief für uns vielversprechend: Mit beiden Fahrzeugen konnten wir Positionen gutmachen und zeitweise sogar die Führung übernehmen. Leider kam es bei der Startnummer 92 zu einem Missverständnis zwischen Yasser und einem anderen Fahrzeug, das in einer Kollision endete. Dadurch wurde die Lenkung beschädigt. Zunächst haben wir versucht, das Rennen ohne zusätzlichen Boxenstopp fortzusetzen, mussten das Fahrzeug später jedoch zur Reparatur hereinholen. Der dadurch entstandene Rückstand von sechs Runden machte ein Top-Ergebnis leider unmöglich, aber wir sind das Rennen dennoch natürlich zu Ende gefahren. Mit der Startnummer 91 lief es sehr gut. James hat eine tolle Leistung gezeigt und war mitunter der schnellste LMGT3-Fahrer auf der Strecke. Als Timur, der ebenfalls wirklich stark gefahren ist, im Fahrzeug saß, gab es leider für uns eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil ein Verlassen der Strecke im Zweikampf damit geahndet wurde. Die Strafe während des Rennens hat uns möglicherweise die Chance auf den Sieg gekostet, dennoch sind wir mit Platz zwei sehr zufrieden. Für James, Timur und Ayhancan ist es ein absolut verdienter erster gemeinsamer Podesterfolg in der FIA WEC. Zudem liegen unsere beiden Fahrzeuge in der Meisterschaft nun nur noch einen Punkt auseinander. Insgesamt ist der Kampf an der Spitze äußerst eng, sodass wir uns auf einen spannenden weiteren Saisonverlauf freuen können.“
 
Bereits in einer Woche steht für Manthey der nächste Renneinsatz im Kalender. Für das vorletzte Sprintrennwochenende der Saison reist das Meuspather Team an den Sachsenring (11.-13. September). Die Langstreckenweltmeisterschaft gastiert derweil als Nächstes in Japan. Vom 25. bis zum 27. September werden die WEC-Teams bei den ‚6 Hours of Fuji‘ um weitere Meisterschaftspunkte kämpfen.

Stimmen zu FIA WEC Lone Star Le Mans 2026: 

James Cottingham, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Ich freue mich natürlich extrem über das Podium. Wir hatten die Möglichkeit, das Rennen zu gewinnen, was unser Potential und auch unsere Leistungssteigerung seit Saisonbeginn aufzeigt. Zudem freue ich mich auch wirklich über den Wingfoot Award, den die Zuschauer an mich vergeben haben. Es ist eine große Ehre und ich bin darauf sehr stolz – das war ein besonderer Moment in Austin.“

Timur Boguslavskiy, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Ich freue mich fast mehr für das ganze Team sowie James und Ayhancan, als für mich selber. Endlich haben wir das erreicht, was sie alle verdient haben. Endlich konnten wir es auf das Podium schaffen und das in so einem schwierigen Rennen mit den Temperaturen und dem manchmal auftretenden, leichten Regen. Ich freue mich sehr über die vielen Punkte für die Meisterschaft. Wir sind jetzt im Kampf um die Führung dabei und werden in Fuji versuchen, den ersten Rennsieg einzufahren.“

Ayhancan Güven, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Das erste Podium für Manthey DK Engineering. Eine super Leistung des ganzen Teams. Wir haben uns seit Imola immer weiter verbessert und nun hat es sich ausgezahlt. Wir konnten die ganze Zeit heute um den Sieg mitkämpfen und James und Timur haben richtig abgeliefert. Wir haben unser Paket auf jeden Fall maximiert. Am Ende wäre ich natürlich gerne um den Sieg mitgefahren, aber der zweite Platz ist sehr zufriedenstellend und wir reisen dann bald motiviert weiter nach Fuji.“

Yasser Shahin, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Wir sind mit großen Erwartungen angereist, aber leider ist das Wochenende nicht planmäßig verlaufen, obwohl wir uns so gut darauf vorbereitet haben. Nach einigen guten Runden zu Beginn hat leider ein Kontakt mit einem anderen Auto dafür gesorgt, dass wir einen Schaden hatten und eine Reparatur notwendig war. Das hat uns einige Runden zurückgeworfen. Wir geben aber grundsätzlich nie auf und sind daher weitergefahren und haben gehofft, noch den einen oder anderen Punkt holen zu können. Leider hat das nicht geklappt. Ich habe dennoch viele Erkenntnisse aus dem Wochenende gezogen und freue mich schon auf Fuji mit dem Team.“

Riccardo Pera, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Ein unglückliches Rennen für uns. Wir mussten das Auto leider, nach einem Kontakt, in die Box bringen und von da an war ein Punkteergebnis nicht mehr möglich. Das ist natürlich sehr ärgerlich. Dennoch sind wir noch dritter in der Gesamtwertung und in Fuji ist das Ziel natürlich, wieder stärker zurückzukommen, um am Ende in Monza um den Titel kämpfen zu können.“

Richard Lietz, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Für uns leider ein Rennen zum Vergessen. Wir hatten großes Potential und das Auto hat sich sehr gut angefühlt. Leider haben aber kleine ungünstige Situationen große Auswirkungen gehabt. Aber wenn wir mal nicht so gut performen, ist das Schwesterauto da. Ich freue mich sehr für die #91, dass sie das Podium erreicht haben und zeigen konnten, was heute möglich war. Wir hatten das Glück leider nicht auf unserer Seite.“

Impressionen

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