Closer to perfection
Manthey 1st Phorm beendet IMSA-Saisonfinale in Road Atlanta mit Podiumsplatz
Racing | IMSA
  • Ryan Hardwick, Morris Schuring und Riccardo Pera fahren beim Petit Le Mans auf Platz zwei in der GTD-Klasse
  • Die Startnummer 911 beendet ihr Rennen nach Podiumsaussichten aufgrund von zu wenig Sprit in der Pitlane auf Rang sieben (GTD PRO)
  • Damit beendet Manthey sein erstes Jahr im IMSA Michelin Endurance Cup

Braselton. Mit einem zweiten Platz für den Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 912 in der GTD-Klasse und einer starken, aber letztlich unbelohnten Leistung der 911 in der GTD PRO-Kategorie beendet Manthey seine erste Saison im IMSA Michelin Endurance Cup. Das zehnstündige Petit Le Mans Rennen auf dem Michelin Raceway Road Atlanta war einmal mehr von wechselnden Bedingungen, zahlreichen Gelbphasen und strategischen Entscheidungen bis in die letzte Runde geprägt.

„Petit Le Mans und damit unser letztes IMSA-Rennen der Saison reiht sich definitiv in die Serie der vergangenen Rennen ein: Es war erneut ein extrem chaotisches, anspruchsvolles und strategisch geprägtes Langstreckenrennen. Das Wetter spielte nach einer Rennunterbrechung aufgrund von Blitzen in der Umgebung letztlich eine deutlich kleinere Rolle als erwartet, da die Strecke anschließend abtrocknete und bis ins Ziel weitgehend konstant blieb. Stattdessen wurde das Rennen vor allem durch zahlreiche Gelbphasen sowie strategische Entscheidungen in der Schlussphase geprägt“, blickt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing der Manthey Racing GmbH, auf das finale zehn Stunden Rennen im US-Bundesstaat Georgia zurück.

„Mit der 911 konnten Thomas, Mathieu und Klaus von Rang fünf aus über die gesamte Renndistanz eine sehr starke Pace zeigen und sich konstant in der Spitzengruppe behaupten“, fährt er fort. „Trotz einer Drive-Through-Strafe rund drei Stunden vor Rennende, die uns etwas zurückgeworfen hat, ist es uns gelungen, wieder in den Kampf um die Spitzenpositionen zurückzukehren. In der Schlussphase lagen wir auf Rang zwei und waren weiterhin voll im Kampf um den Sieg dabei. Das Rennen entwickelte sich zu einem echten ‚Benzinkrimi‘. Leider hat uns in der letzten Runde, nur wenige Kurven vor dem Ziel, der entscheidende Rest Kraftstoff gefehlt. Bis dahin sah alles nach einem sicheren Podiumsplatz aus. Das ist natürlich enttäuschend. Gleichzeitig hat die 911 über das gesamte Rennen hinweg ihre Wettbewerbsfähigkeit und das Potenzial unseres Teams eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Auch die Manthey 1st Phorm Crew hat ein sehr starkes Rennen gezeigt. Ryan Hardwick überzeugte in seinem letzten Rennen mit einer starken Anfangsphase, hoher Pace und sehenswerten Überholmanövern, bevor Morris Schuring und Riccardo Pera nahtlos daran anknüpften. Nach einem Kontakt in einer unübersichtlichen Restart-Situation mit anschließendem Reifenschaden verlor das Fahrzeug zwischenzeitlich eine Runde. Mit einer guten Strategie, fehlerfreien Boxenstopps und dem nötigen Speed gelang es dem Team jedoch, den Rückstand wieder wettzumachen und sich zurück in den Kampf um die Spitzenplätze zu bringen. In der Schlussphase war auch die GTD-Klasse stark von Strategie und Energiemanagement geprägt. Riccardo hat hier einen hervorragenden Job gemacht und sich im Vergleich zur Konkurrenz wertvolle Kraftstoffreserven erarbeitet. Nach der letzten Gelbphase konnten wir dadurch noch einmal den Angriff auf die Spitze wagen. Für den Sieg hat es am Ende knapp nicht gereicht, aber mit Platz zwei können wir sehr zufrieden sein. Es ist bereits das zweite Podium der Nummer 912 in nur fünf IMSA-Einsätzen.“

Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH, ergänzt: „Petit Le Mans war ein anspruchsvoller Saisonabschluss mit Höhen und Tiefen. Besonders freut es mich, dass wir das letzte Rennen gemeinsam mit Ryan Hardwick mit einem zweiten Platz abschließen konnten. Das ist ein verdienter Erfolg für Ryan und die gesamte Manthey 1st Phorm Mannschaft. Für die 911 im besonderen Viessmann-Design ist die Enttäuschung natürlich groß, denn wir waren bis zum Ende im Kampf um den Sieg. Wir wussten, dass die Kraftstoffstrategie sehr knapp werden würde, und haben uns bewusst dafür entschieden, dieses Risiko einzugehen. Dass am Ende nur wenige Kurven und eine minimale Kraftstoffmenge gefehlt haben, macht das Ergebnis besonders bitter. Insgesamt blicken wir dennoch sehr positiv auf unsere erste IMSA-Saison zurück. Wir haben gezeigt, dass wir um Siege und Podiumsplätze kämpfen können und gleichzeitig viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Mein besonderer Dank gilt allen Fahrern, Partnern sowie der gesamten Mannschaft an der Rennstrecke und in Meuspath für ihren Einsatz während der gesamten Saison. Die Erfahrungen aus diesem Jahr bilden eine starke Grundlage, und wir sind überzeugt, dass wir 2027 noch stärker zurückkehren werden.“

Für Manthey geht das Rennjahr ohne Pause weiter. Bereits am kommenden Wochenende (10. bis 11. Oktober 2026) steht das Saisonfinale der DTM auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg auf dem Programm. Anschließend richtet sich der Fokus einer vierwöchigen back-to-back Eventphase auf die sechs Stunden von Barcelona (16. bis 18. Oktober 2026) im Rahmen der FIA World Endurance Championship.


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Klaus Bachler, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Das ist natürlich ein sehr enttäuschendes Ende unseres Rennens. Gleichzeitig bin ich sehr stolz auf das gesamte Team und meine Teamkollegen, denn alle haben hart dafür gekämpft, ein gutes Ergebnis einzufahren. Bis kurz vor Schluss sah es nach Platz zwei aus, doch auf den letzten Metern dieses zehn Stunden Rennens ist uns leider der Kraftstoff ausgegangen. Wir wussten, dass es eng werden würde, und haben versucht, alles herauszuholen. Solche Entscheidungen gehören zum Motorsport dazu. Natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht, aber jetzt können wir daran nichts mehr ändern. Umso mehr freue ich mich für die 912. Dass Ryan sein letztes Rennen hier in Petit Le Mans mit einem Podiumsplatz bei seinem Heimrennen abschließen konnte, ist etwas ganz Besonderes.“

Mathieu Jaminet, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Natürlich ist es enttäuschend, das Rennen nicht im Ziel beenden zu können. Gleichzeitig war es insgesamt ein sehr positives Wochenende, und ich habe es sehr genossen, wieder im GT-Sport für Manthey an den Start zu gehen. Wir hatten heute das Potenzial, um den Sieg zu kämpfen, und die Leistung des Fahrzeugs war über die gesamte Renndistanz hinweg sehr stark. Am Ende haben einige Details dazu geführt, dass wir nicht das Ergebnis erzielen konnten, das möglich gewesen wäre. Solche Tage gehören zum Motorsport dazu, und gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit, wichtige Erkenntnisse für die Zukunft mitzunehmen. Für Manthey war es die erste IMSA-Saison in den USA, und das Team hat über das Jahr hinweg bereits eine beeindruckende Entwicklung gezeigt. Ich bin überzeugt, dass man auf dieser Erfahrung aufbauen kann. Persönlich hätte ich das Wochenende natürlich gerne mit einem Pokal abgeschlossen. Gleichzeitig bin ich sehr dankbar für die Möglichkeit, Teil dieses Projekts gewesen zu sein. Es hat großen Spaß gemacht, mit diesem Team zu arbeiten, und vielleicht ergibt sich in Zukunft noch einmal die Gelegenheit, gemeinsam in der IMSA an den Start zu gehen.“

Thomas Preining, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Das war kein besonders einfaches Rennen für uns. Operativ haben wir sicherlich ein paar Dinge gesehen, aus denen wir als Team lernen können. Die IMSA ist für uns noch ein relativ neues Umfeld, und genau solche Erfahrungen helfen dabei, sich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig haben wir alles gegeben und uns trotz einiger Rückschläge immer wieder in eine starke Position zurückgekämpft. Das Rennen war sehr intensiv, wir hatten viele Zweikämpfe und auch einige Kontakte. Trotzdem lagen wir bis kurz vor Schluss auf Podiumskurs. Dass uns dann nur wenige hundert Meter vor dem Ziel der Kraftstoff ausgegangen ist, macht das Ergebnis natürlich besonders bitter. Gleichzeitig freue ich mich sehr für die Mannschaft der 912 und vor allem für Ryan. Sein letztes Rennen mit einem Podiumsplatz bei Petit Le Mans abzuschließen, ist eine tolle Geschichte. Wir werden die Erfahrungen aus dieser Saison mitnehmen und stärker zurückkommen.“

Ryan Hardwick, Manthey 1st Phorm Porsche 911 GT3 R #912: „Was für ein Weg, die Saison und gleichzeitig meine Zeit als Fahrer in der IMSA zu beenden. Dass dieses letzte Rennen ausgerechnet hier auf dem Michelin Raceway Road Atlanta stattfindet, macht es für mich besonders emotional, denn auf dieser Strecke in meiner Heimat hat alles begonnen. Natürlich hätte ich dieses letzte Rennen gerne gewonnen, und wir waren sehr nah dran. Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Team, auf die Ingenieure, Mechaniker und meine Teamkollegen. Wir hatten den ganzen Tag über ein schnelles und konkurrenzfähiges Auto, haben uns bis an die Spitze vorgearbeitet und zeitweise sogar das Rennen angeführt. Am Ende hat nur wenig zum Sieg gefehlt.
Es ist ein besonderes Gefühl, mein letztes Rennen bis zum Schluss im Kampf um den Sieg zu bestreiten und anschließend gemeinsam mit Morris und Riccardo auf dem Podium zu stehen. Dieses Wochenende war für mich sehr emotional. Meine Familie, viele Freunde und langjährige Wegbegleiter waren vor Ort, und ich habe unglaublich viel Unterstützung und Zuspruch erfahren. Ich habe jede Runde genossen und werde diesen Tag nie vergessen. Mit einem Podiumsplatz Abschied zu nehmen, bedeutet mir sehr viel. Gleichzeitig freue ich mich schon darauf zu verfolgen, was Manthey in den kommenden Jahren in der IMSA erreichen wird.“

Riccardo Pera, Manthey 1st Phorm Porsche 911 GT3 R #912: „Ich bin sehr glücklich über dieses Ergebnis. Ein zweiter Platz bei Petit Le Mans ist ein großartiger Erfolg, und ich bin sehr stolz auf die Leistung des gesamten Teams. Wir hatten ein starkes Auto, eine gute Strategie und meine Teamkollegen haben ebenfalls einen hervorragenden Job gemacht. Natürlich ist es ein wenig schade, denn der Sieg war bis zum Schluss in Reichweite. In den letzten Rennstunden habe ich alles gegeben, um die Lücke zur Spitze zu schließen, und am Ende haben nur wenige Zehntelsekunden gefehlt. Trotzdem können wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein. Besonders freut es mich für Ryan. Sein letztes Rennen, sein Heimrennen und dann ein Podiumsplatz bei Petit Le Mans, das macht diesen Tag für das gesamte Team noch einmal besonders. Wir haben als Mannschaft sehr gut gearbeitet und können stolz auf unsere Leistung sein.“

Morris Schuring, Manthey 1st Phorm Porsche 911 GT3 R #912: „Es war von Anfang an ein sehr intensives Rennen. Der Start im Regen, die anschließend abtrocknende Strecke und die wechselnden Bedingungen haben uns direkt gefordert. Ryan hat einen starken ersten Teil des Rennens absolviert und uns in eine gute Ausgangsposition gebracht, bevor Riccardo und ich übernommen haben. Über die gesamte Distanz haben wir als Team einen sehr guten Job gemacht. Wir waren bei den Reifenentscheidungen und beim Energiemanagement immer auf der Höhe und konnten uns Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Irgendwann wurde klar, dass es vor allem ein Duell mit dem Mercedes um den Sieg werden würde. Wir haben alles gegeben und bis zum Ende gekämpft, aber am Schluss hat eine Kleinigkeit gefehlt. Trotzdem können wir sehr stolz auf unsere Leistung sein. Wir haben unser Maximum herausgeholt und können auf ein großartiges Rennen zurückblicken. Für mich ist es das erste IMSA-Podium, und es freut mich besonders, die Saison auf diese Weise zu beenden. Dass wir Ryan bei seinem Heimrennen und seinem letzten IMSA-Einsatz mit einem Podiumsplatz verabschieden konnten, macht diesen Tag für das ganze Team noch einmal besonderer.“

 

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