- The Bend Manthey feiert beim vorletzten FIA-WEC-Lauf der Saison in Spanien den ersten Sieg in der Langstreckenweltmeisterschaft 2026
- Herausforderndes Rennen für Manthey DK Engineering endet nach Reparaturstopps auf Platz 18
- Yasser Shahin wird von den FIA-WEC-Zuschauern mit dem Goodyear Wingfoot Award ausgezeichnet
Barcelona. The Bend Manthey hat das LMGT3-Renndebüt der FIA World Endurance Championship auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya für sich entschieden. Nach einem starken Auftritt im Qualifying und Startplatz zwei, übernahm Yasser Shahin bereits nach rund einer halben Stunde mit einem Überholmanöver gegen den von der Pole Position gestarteten McLaren (Startnummer 10) die Führung in der LMGT3-Klasse. Gemeinsam mit Riccardo Pera und Richard Lietz kontrollierte er das Rennen in der Folge trotz mehrerer Safety-Car-Phasen und wechselnder Streckenbedingungen souverän von der Spitze aus. Nach sechs Rennstunden überquerte die Startnummer 92 die Ziellinie auf Rang eins und sicherte Manthey damit den ersten Klassensieg der laufenden FIA-WEC-Saison. Yasser Shahin wurde darüber hinaus mit dem Goodyear Wingfoot Award ausgezeichnet, mit dem die Zuschauer den herausragenden LMGT3-Fahrer des Rennens ehren.
Für das Schwesterfahrzeug von Manthey DK Engineering verlief das Rennen dagegen deutlich schwieriger. Bereits kurz nach dem Start von der zwölften Position wurde die Startnummer 91 bei einer Berührung mit einem anderen GT3-Fahrzeug vorne rechts beschädigt. Nach einem weiteren Kontakt etwas mehr als eine Stunde nach Rennbeginn musste James Cottingham den Porsche 911 GT3 R schließlich zu Reparaturarbeiten am Fahrwerk an die Box bringen. Mit einem Rückstand von sechs Runden kehrte der Neunelfer auf die Strecke zurück. Timur Boguslavskiy und Ayhancan Güven konnten den Verlust in den verbleibenden Rennstunden nicht mehr aufholen und beendeten das Rennen schließlich, nach einem weiteren Stopp in der Garage, um weitere Schäden am Fahrzeug auszuschließen, auf Rang 18.
Mit dem Sieg in Barcelona verbessert sich The Bend Manthey vor dem Saisonfinale in Monza auf Rang zwei in der Endurance Trophy für LMGT3-Teams. Mit 74 Punkten verkürzt das Team den Rückstand auf die Meisterschaftsführung auf 18 Zähler und wahrt damit seine Chancen im Titelkampf. Manthey DK Engineering rangiert nach dem vorletzten Saisonrennen nun mit 54 Punkten auf Platz acht. Das Saisonfinale der FIA World Endurance Championship findet vom 6. bis zum 8. November auf dem Autodromo Nazionale di Monza statt.
„Wir sind extrem glücklich, dass wir erstmals in der Saison das oberste Treppchen auf dem WEC-Podium für uns beanspruchen konnten. Leider war es aber, wie auch in den letzten Rennen, so, dass wir nur eins unserer beiden Fahrzeuge mit einem starken Ergebnis ins Ziel bringen konnten. Die Startnummer 91 erlitt leider früh im Rennen mehrere Kollisionen. Die notwendigen Reparaturen kosteten uns zunächst fünf Runden, ehe wir später noch einmal an die Box kommen mussten, um einen möglichen Folgeschaden auszuschließen. Dadurch war, mit acht Runden Rückstand, ein gutes Ergebnis außer Reichweite. Ähnliche Rückschläge haben wir in dieser Saison leider bereits mit der Startnummer 92 erlebt. Es gilt nun, daraus zu lernen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und dann in Monza mit James, Timur und Ayhancan wieder stärker zurückzukommen“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing der Manthey Racing GmbH.
„Mit der Startnummer 92 lief es dafür heute hervorragend. Yasser, der das Rennen bei noch feuchten Bedingungen aufgenommen hat, konnte sich direkt behaupten und nach einer kurzen VSC-Phase früh die Führung übernehmen und diese trotz mehrerer Safety-Car-Phasen behaupten sowie sich mehrfach wieder einen Vorsprung erarbeiten. Zurecht hat er für diese starke fahrerische Leistung auch den Wingfoot-Award gewonnen. Riccardo und Richard haben sich dann über die weiteren vier Rennstunden abgewechselt und konnten das Rennen von der Spitze aus diktieren. Der von Yasser herausgefahrene Vorsprung hat uns zudem die nötige Flexibilität gegeben, auf alle strategischen Situationen optimal zu reagieren und das Rennen souverän auf der ersten Position zu beenden. Nach den schwierigen Rennen in Austin und Fuji freut es uns besonders, dass sich die Startnummer 92 nun mit einem Sieg zurückmelden konnte. Gleichzeitig hat uns das Ergebnis auf Rang zwei der Meisterschaft vorgebracht. Auch wenn die Startnummer 91 etwas Boden verloren hat, ist beim Saisonfinale in Monza noch alles möglich. Wir werden alles daransetzen, die Saison mit beiden Fahrzeugen erfolgreich abzuschließen,“ führt er weiter aus.
Stimmen zu den ‚6 Hours of Barcelona‘ 2026:
James Cottingham, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Das Wochenende hat für uns bereits in den Trainings sehr vielversprechend begonnen. Im Qualifying konnte ich dieses Potenzial in einem äußerst engen Feld leider nicht vollständig ausschöpfen, weshalb wir das Rennen von Startplatz zwölf aufnehmen mussten. Direkt nach der ersten Kurve kam es dann zu einem unvermeidbaren Kontakt, der unser Rennen leider maßgeblich beeinflusst hat. Ein weiterer Zwischenfall vergrößerte den Schaden, sodass wir das Fahrzeug zur Reparatur an die Box bringen mussten. Damit waren unsere Chancen auf ein gutes Ergebnis dahin. Das ist natürlich sehr enttäuschend. Trotzdem blicke ich optimistisch auf das Saisonfinale in Monza. Unsere Pace war stark und die Zusammenarbeit im Team funktioniert hervorragend. Umso mehr tut es mir leid für die gesamte Mannschaft, die wie immer einen großartigen Job gemacht hat. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken.“
Timur Boguslavskiy, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Wir wussten, dass wir in Barcelona mit dem Porsche konkurrenzfähig sein würden, und haben uns als Team intensiv auf das Wochenende vorbereitet. Auch persönlich habe ich mich mit der Unterstützung von Ayhancan und unseren Ingenieuren im Laufe der Saison immer besser an den Porsche gewöhnt und mich kontinuierlich weiterentwickelt. In den Trainingssessions in Barcelona konnte ich das Vertrauen ins Fahrzeug weiter aufbauen und die Strecke immer besser verstehen. Umso enttäuschender ist es, dass wir unser Potenzial im Rennen letztlich nicht ausschöpfen konnten. Jetzt gilt unser voller Fokus dem Saisonfinale in Monza. Ich hoffe, dass wir dort stärker zurückkommen und um die Spitzenplätze kämpfen können.“
Ayhancan Güven, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Herzlichen Glückwunsch an die Crew rund um die Startnummer 92 für den ersten Saisonsieg. Ein wirklich starkes Rennen, sie haben das Potential unseres Autos perfekt ausgenutzt. Für uns lief es leider direkt ab der ersten Kurve nicht gut. Wir hatten direkt einen Schaden, der leider dann nach einem erneuten Kontakt verstärkt wurde. Das Fahrzeug musste dann repariert werden. Die Mechaniker haben einen tollen Job gemacht, aber wir hatten dann sechs Runden Rückstand. Am Ende haben wir dann Daten auf der Strecke gesammelt und gleichzeitig aufgepasst, dass wir keine anderen Fahrzeuge behindern. Natürlich ist das enttäuschend, denn wir hatten ein starkes Auto und gute Voraussetzungen heute, aber so ist der Motorsport.“
Yasser Shahin, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Wir hatten mit zwei Podien zu Beginn der Saison einen fantastischen Start in die Saison, bevor Le Mans dann ein herber Rückschlag war. Wir hatten dort große Chancen und starke Voraussetzungen, aber leider sollte es nicht zu einem guten Ergebnis kommen. Aber wir haben nach dem Ergebnis und den weiteren Enttäuschungen in Austin und Fuji nie den Kopf in den Sand gesteckt. Niemand in diesem Team gibt jemals auf. Wir verlieren zusammen, lernen daraus und dann gewinnen wir auch wieder zusammen, so wie heute. Ich bin unfassbar glücklich mit diesem Team zusammenzuarbeiten und freue mich sehr über den gemeinsamen Sieg in Barcelona sowie die Auszeichnung mit dem Wingfoort Award. Ich bin nicht nur sehr stolz auf die ganze Manthey-Crew, sondern auch mit meiner eigenen Leistung sehr zufrieden. Ich freue mich auf das Saisonfinale in Monza!“
Riccardo Pera, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Ein super Wochenende für uns in Barcelona, das mir sehr viel Spaß gemacht hat. Nach zuletzt schwierigen Rennen hat es bei uns endlich wieder mit einem Sieg in der WEC geklappt. Es war klasse, so lange an der Spitze zu fahren und die starken Leistungen von Yasser und Richard dann auch über die Ziellinie bringen zu dürfen. Danke an das ganze Manthey Team und an meine Fahrerkollegen für das erfolgreiche Wochenende. Der Sieg bedeutet mir viel. Nun liegt der Fokus natürlich direkt schon auf Monza und einem starken Saisonabschluss. Ich bin sehr motiviert.“
Richard Lietz, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Es war ein herausforderndes Rennen in Barcelona mit wechselnden Witterungsbedingungen und vielen Safety-Car-Phasen. Yasser hat für unseren Sieg heute wirklich die Grundlage gelegt. Ich freue mich sehr, dass er den Wingfoot-Award gewonnen hat. Ich bin sehr stolz auf seine Leistung. Am Ende hat bei uns heute aber einfach alles gepasst. Wir konnten immer wieder Vorsprünge rausfahren und die Crew hat strategisch und in der Box auch, wie immer, super abgeliefert. Ich bin einmal mehr, froh und stolz, ein Teil dieses Teams und dieses Erfolgs zu sein.“









