- Rang 13 und damit ein Punkteergebnis für den The Bend Manthey Porsche nach frühem Reparaturstopp infolge einer Beschädigung der Spurstange
- Das zwischenzeitlich in Führung liegende Schwesterauto von Manthey DK Engineering musste das Rennen nach einem Einschlag infolge eines technischen Defekts am Sonntagmorgen vorzeitig beenden
- In der LMGT3-Team- und Fahrerwertung liegt Manthey nun auf den Rängen elf (#91) und fünf (#92)
Manthey blickt nach den 24 Stunden von Le Mans 2026 auf ein unglückliches Rennwochenende mit beiden in einem Sonderdesign anlässlich 75 Jahre Porsche Motorsport und 30 Jahre Manthey eingesetzten Porsche 911 GT3 R zurück. Während der Manthey DK Engineering Porsche (#91) den Langstreckenklassiker nach einem durch einen technischen Defekt ausgelösten Einschlags nach 18 Rennstunden vorzeitig beenden musste, erreichte der durch frühe Reparaturarbeiten bereits anderthalb Stunden nach Beginn der Aufholjagd auf dem Circuit de la Sarthe zurückgeworfene The Bend Manthey Neunelfer (#92) das Ziel auf Position 13 in den Punkterängen.
Von Startplatz neun ins Rennen gegangen, behauptete sich James Cottingham im Fahrzeug mit der Startnummer 91 in den ersten Rennstunden gegen zahlreiche Silber- und Goldfahrer und übergab das Cockpit auf Rang acht liegend an Porsche-Werksfahrer Ayhancan Güven. Dieser kämpfte sich im weiteren Verlauf bis an die Spitze der LMGT3Klasse und übernahm gegen 19:00 Uhr Ortszeit die Führung. Ein Reifenschaden infolge von Fahrzeugteilen auf der Strecke im Stint von Timur Boguslavskiy warf das Fahrzeug anschließend jedoch zurück. Zur Rennhalbzeit auf Position 17 liegend, startete das Trio eine erneute Aufholjagd, die Güven bis Sonntagmorgen gegen 9:30 Uhr Ortszeit wieder bis auf Rang vier führte. Rund 30 Minuten später verlor der Türke infolge eines technischen Problems im Streckenabschnitt Mulsanne die Kontrolle über das Fahrzeug und schlug in die Streckenbarriere ein. Güven blieb unverletzt, für die Startnummer 91 war das Rennen in Runde 247 jedoch beendet.
Die Startnummer 92 musste bereits kurz nach Rennbeginn einen Rückschlag hinnehmen: Startfahrer Yasser Shahin steuerte den Porsche nach etwas mehr als einer Stunde aufgrund einer gebrochenen Spurstange an die Box. Rund 15 Minuten dauerte die Reparatur, bevor das Fahrzeug mit drei Runden Rückstand auf Position 23 ins Rennen zurückkehrte. Trotz starker fahrerischer Leistungen von Shahin sowie Riccardo Pera und Richard Lietz konnte dieser Rückstand nicht mehr geschlossen werden. Dank der konstant starken Pace des Fahrertrios sowie Ausfällen und Problemen bei der Konkurrenz arbeitete sich der Porsche 911 GT3 R jedoch im Rennverlauf bis auf Rang 13 nach vorn und sicherte damit wichtige Meisterschaftspunkte.
In der LMGT3-Wertung der FIA WEC liegt das als Meisterschaftsführender nach Frankreich gereiste The Bend Manthey Trio aus Shahin, Pera und Lietz nun auf Rang fünf (34 Punkte), mit gleichbleibenden 18 Punkten auf ihrem Konto liegt die Manthey DK Engineering Crew (18 Punkte) nun auf dem elften Rang.
Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei Manthey, fasst den Rennverlauf wie folgt zusammen: „Die 24 Stunden von Le Mans sind in diesem Jahr leider nicht so verlaufen, wie wir es uns nach zwei LMGT3-Siegen in Folge erhofft hatten. Es war ein sehr anspruchsvolles Rennen mit verschiedenen Herausforderungen – einige davon lagen außerhalb unseres Einflussbereichs, andere gilt es nun im Detail zu analysieren, um für die Zukunft die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Startnummer 92 hatte bereits früh im Rennen ein Problem mit der Spurstange, dessen Reparatur rund 15 Minuten und etwa drei Runden gekostet hat. In der Folge konnten wir uns zwar wieder etwas nach vorne arbeiten und am Ende zumindest wichtige Punkte für die Meisterschaft sichern. Die 91 lag derweil über weite Strecken in aussichtsreicher Position und war auf Podiumskurs. Umso ärgerlicher ist es, dass ein technisches Problem während Ayhancan im Fahrzeug war schließlich zu einem Kontrollverlust und Kontakt mit der Streckenbegrenzung geführt hat. Wichtig ist, dass Ayhancan den Unfall unverletzt überstanden hat. Gerade mit Blick auf das Ergebnis bin ich dennoch stolz auf die Leistung unseres Teams. Die gesamte Crew hat trotz aller Rückschläge geschlossen gearbeitet und bis zum Schluss alles gegeben – das ist alles andere als selbstverständlich und zeigt unseren Teamgeist.“
„Nach dem Nürburgring ist es in Le Mans die zweite herbe Niederlage für uns innerhalb kurzer Zeit. Das ist Motorsport, das gehört dazu. Zusammen feiern ist das eine, aber solche Rückschläge als Team gemeinsam wegzustecken, ist schwieriger. Am Ende macht das aber genau den Unterschied, wenn man aus solchen Momenten Kraft ziehen kann. Es ist wichtig, dass wir uns jetzt anschauen, auf welche Faktoren wir an diesem Wochenende in Le Mans einen Einfluss hatten. Manchmal hat man einfach Pech, aber es ist immer wichtig, gleichzeitig zu schauen, was man hätte besser machen können. Das sind die charakterbildenden Momente, die einen, auch wenn sie hart sind, als Team weiterbringen, wenn man richtig mit ihnen umgeht“, erklärt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH.
Nach zwei anspruchsvollen Wochen in Le Mans geht es für Manthey nahtlos mit den Rennläufen fünf und sechs der DTM am Lausitzring (19.-21.06.2026) weiter, bevor direkt im Anschluss das dritte Langstreckenrennen der IMSA-Saison 2026 in Watkins Glen (25.06.-28.06.2026) im Kalender steht. Das nächste Rennen der FIA WEC findet am 13. Juli in São Paulo statt.
Stimmen zu den 24 Stunden von Le Mans 2026:
James Cottingham, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Le Mans ist ein extrem hartes Rennen. Das Tempo, das wir vorgelegt haben – vor allem angesichts der Tatsache, dass wir ein sehr grünes Rennen hatten und während unseres gesamten Aufenthalts hier trockenes Wetter herrschte –, belastet das Auto enorm. Leider konnten wir das Rennen nicht beenden. Aber wir haben definitiv gezeigt, dass wir von der Pace her das stärkste Auto auf der Strecke waren. Ich denke, die Daten nach dem Rennen werden das zeigen. Für mich persönlich ist es einfach enttäuschend, dass ich, obwohl ich zum dritten Mal hier bin, Le Mans erneut nicht beenden konnte und es immer am Sonntagmorgen passiert ist. Aber ich bin trotzdem dankbar für das Wochenende und dafür, dass ich unser Auto eine Zeit lang an der Spitze fahren sehen konnte.“
Timur Boguslavskiy, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Es ist ein technischer Sport, und wir haben unser Bestes gegeben – die Schuld liegt nicht bei den Fahrern oder dem Team. Zu Beginn des Rennens war Ayhancan großartig, er flog nur so über die Strecke und war der Schnellste. Dann hatte ich Pech und bekam durch Trümmerteile auf der Strecke einen Reifenschaden. Später, nachdem wir uns wieder nach vorne gekämpft hatten, kam es zu einem technischen Problem, und unser Rennen war vorbei. Das ist sehr bedauerlich, aber jetzt werden wir alles geben, um in den nächsten Rennen stärker zurückzukommen.“
Ayhancan Güven, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Das Rennen war für uns am Sonntagmorgen vorbei, als wir in den Top 5 lagen und uns von etwas Pech in der Nacht erholt hatten. Wir haben uns mit einer guten Pace nach vorne gearbeitet, doch dann hatten wir ein technisches Problem. Zu meinem Pech passierte es an der ungünstigsten Stelle, und ich bin mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanke eingeschlagen. Zum Glück geht es mir gut. Es tut mir nur leid für das Team, dass wir das Rennen nicht zu Ende fahren konnten. Aber so ist es leider manchmal, und wir blicken nach vorne.”
Yasser Shahin, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Ich bin gestartet, und wir gingen mit der festen Absicht ins Rennen, ein möglichst konservatives Rennen zu fahren. Leider war uns das Glück in Le Mans dieses Jahr nicht hold. Unsere Aussichten zerschlugen sich nach knapp zwei Stunden, als die Spurstange brach. Wir hatten zwar eine kleine Vorwarnung erhalten, und glücklicherweise passierte es in der Nähe der Box, sodass wir an die Box fahren konnten, ohne das gesamte Rennen aufgeben zu müssen. Aber durch die Reparatur fielen wir drei Runden zurück, und trotz aller Bemühungen konnten wir diese Runden nicht mehr aufholen. Ein paar Stunden später ging ich wieder an den Start und absolvierte meinen ersten Fünffach-Stint, der sowohl körperlich anstrengend als auch äußerst lohnend war und mir einige hervorragende Erkenntnisse in diesem Auto lieferte. Letztendlich wird trotz der größten Anstrengungen des Teams und unserer unglaublichen Vorbereitung 2026 nicht unser Jahr in Le Mans sein.“
Riccardo Pera, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Es war insgesamt ein deutlich schwierigeres Rennen als im vergangenen Jahr. Wir hatten einige Probleme und sind bereits sehr früh im Rennen bis ans Ende des Feldes zurückgefallen. Über Nacht und am Morgen haben wir alles gegeben, um uns wieder nach vorn zu arbeiten und Positionen gutzumachen. Am Ende bedeuteten die Umstände Rang 13 – unter diesen Bedingungen das Maximum, das wir erreichen konnten. Damit nehmen wir zumindest einige Punkte für die WEC-Meisterschaft mit. Jetzt richtet sich der volle Fokus auf São Paulo sowie zuvor auf Watkins Glen gemeinsam mit Manthey.“
Richard Lietz, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Auch solche Rennen gehören dazu, und man muss anerkennen, wenn andere einen guten Job machen. Wir haben unser Bestes gegeben, und das Team hat großartig gearbeitet, um die kleineren Probleme, die im Rennverlauf immer wieder aufgetreten sind, so schnell wie möglich zu beheben und das Auto zurück auf die Strecke zu bringen. Ich denke, wir haben den wahren Le-Mans-Spirit gezeigt: kämpfen, durchziehen und bis zum Ende alles geben – und haben dafür immerhin noch Punkte für die WEC mitgenommen. Ich habe jede Runde genossen. In Le Mans zu fahren ist etwas ganz Besonderes und keine Selbstverständlichkeit. Die Bedingungen waren sehr gut, und unser Auto war bei den hohen Temperaturen hervorragend abgestimmt und entsprechend schnell. Das hat viel Spaß gemacht. Das Ergebnis ist natürlich schade für uns, aber wir gratulieren den Gewinnern – eine starke Leistung.“









