Closer to perfection
Manthey 1st Phorm feiert GTD-Debütsieg bei der IMSA in Watkins Glen
Racing | IMSA
  • Ryan Hardwick, Richad Lietz und Riccardo Pera feiern GTD-Debütsieg für Manthey 1stPhorm (#912)
  • Der in der GTD PRO eingesetzte Grello-Porsche (#911) muss das Rennen nach Kontakt mit der Streckenbegrenzung auf Podiumskurs liegend vorzeitig beenden

Watkins Glen. Manthey 1st Phorm erzielt bei den Sechs Stunden von Watkins Glen den ersten GTD-Klassensieg des in 2026 erstmals von dem Team bestrittenen IMSA Michelin Endurance Cup. Ryan Hardwick (USA), Richad Lietz (Österreich) und Riccardo Pera (Italien) sicherten sich den Sieg trotz schwieriger Startbedingungen: Da das GTD-Qualifying aufgrund eines Unfalls nicht die nötig Mindestfahrzeit erfüllte, wurden die Klassenstartpositionen durch die IMSA-Meisterschaftsstände gesetzt – ein Nachteil für das Team, das nur an den Langstreckenrennen der Serie teilnimmt. Doch dies konnte die 912 mit fehlerfreien Stints der Fahrer und einer auf jede Situation des chaotischen und von vielen Unterbrechungen und Gelbphasen geprägten angepassten Strategie gut machen. So knüpften Lietz und Pera an den von Ryan Hardwick von Rang 18 gestarteten Vormarsch durch das Feld an und machten über die gesamte sechsstündige Renndistanz kontinuierlich Positionen gut. Ein letzter strategischer Pitstop eine Stunde vor Rennende brachte dem Team am Ende den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz an der Spitze des Feldes ein: Während viele GTD-Piloten kurz vor Rennende die Boxengasse für einen finalen Tankstopp ansteuern mussten, übernahm Riccardo Pera die Führung und hielt diese bis zum Fallen der Zielflagge der „Six Hours of the Glen“.

Auch die von Rang elf gestartete Startnummer 911 präsentierte sich mit Michael Christensen (Dänemark) und Loek Hartog (Niederlande) in starker Position im GTD-PRO-Feld – bereits zwei Stunden nach Rennbeginn lag Hartog auf Rang vier in Schlagdistanz zur Spitze. Allerdings verlor der Niederländer beim Überholversuch um Platz drei den Grello-Porsche; der anschließende Kontakt mit der Streckenbegrenzung bedeutete das vorzeitige Aus für das Manthey-Fahrzeug.

„Unser drittes Rennwochenende in der IMSA war erneut von einem sehr turbulenten Rennverlauf geprägt. Umso größer ist natürlich die Freude darüber, dass wir nun auch mit der Startnummer 912 unseren ersten Sieg einfahren konnten – insbesondere nach dem vielen Pech, das wir zuvor hatten, als wir in Daytona und Sebring bereits in sehr aussichtsreichen Positionen lagen und uns jeweils unvorhergesehene Zwischenfälle zurückgeworfen haben. Von einer inzwischen fast gewohnten Ausgangsposition weiter hinten im Grid – dieses Mal bedingt durch unglückliche Umstände im Qualifying – haben wir uns konsequent nach vorn gearbeitet und konnten uns am Ende auch dank einer sehr guten Strategie den Sieg sichern. Wie so oft in der IMSA gehört dazu auch ein Quäntchen Glück: Auf strategischer Ebene gab es zwei Optionen und wir haben uns für die aus unserer Sicht wahrscheinlichere entschieden – was sich am Ende für uns ausgezahlt hat. Wir sind sehr stolz auf die Leistung des Teams – Ryan, Richard und Riccardo haben das Rennen perfekt nach Hause gebracht. Für die 911 verlief das Rennen hingegen schwieriger: Auch hier sind wir gut gestartet, haben unseren Plan zunächst sehr gut umgesetzt und lagen im zweiten Stint bereits auf einer aussichtsreichen vierten Position, weniger als eine Sekunde hinter dem Führenden. Leider hat Loek beim Überholversuch das Auto verloren und ist in die Bande eingeschlagen, wodurch das Rennen für uns vorzeitig beendet war. Das entspricht natürlich nicht unserem Anspruch, aber wir haben erneut gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist – und wir mit beiden Fahrzeugen in Road America wieder angreifen werden“, resümiert Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing.

In einem Monat geht es für Manthey mit dem Motul SportsCar Endurance Grand Prix (30. Juli bis 2. August) im IMSA Michelin Endurance Cup weiter. Der Sechsstundenlauf markiert das vorletzte IMSA-Rennen für die Startnummer 911 und 912 vor dem Saisonfinale auf dem Michelin Raceway Road Atlanta im Oktober.


Stimmen zu den 6 Stunden von Watkins Glen 2026:

Klaus Bachler, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: Watkins Glen liegt hinter uns – leider mit einem enttäuschenden Ende unseres Rennens. Das Wichtigste ist, dass Loek den Unfall und den Einschlag in die Streckenbegrenzung gut überstanden hat. Dennoch schmerzt das Ergebnis, denn ich denke, wir hatten das Tempo, um um eine Podiumsplatzierung zu kämpfen. Glückwunsch an das Schwesterauto zum Sieg in der GTD-Klasse – das zeigt auch das Potenzial, das wir heute gehabt hätten. Ein großes Dankeschön an die Crew, die Fahrer der 912 und das gesamte Team für ihre Leistung. Jetzt richtet sich der Blick nach vorn auf das nächste Rennen in Road America, das bereits in vier Wochen ansteht. Ich hoffe, dass wir dort wieder zurückschlagen und ein starkes Ergebnis einfahren können.“

Michael Christensen, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Es ist großartig, wieder mit Manthey am Start zu sein, auch wenn das Rennen für uns leider unglücklich geendet ist. Ich hatte keinen optimalen Start, aber wir konnten Kraftstoff sparen und uns während des Boxenstopps und Driver Change zu Loek einige Positionen zurückholen. Loek hat nachfolgend mit starken Manövern überzeugt und war sehr schnell, aber leider hat ein Fehler unser Rennen vorzeitig beendet. Solche Dinge passieren – auch wenn sie natürlich nicht passieren sollten –, aber so ist der Motorsport. Es tut mir leid für das gesamte Team, dass wir das Rennen nicht zu Ende bringen konnten. Insgesamt sah es eigentlich sehr gut aus und wir hatten definitiv gute Chancen. Auch wenn das Rennen für uns früh beendet war, hat es so gewirkt, als hätten wir ein starkes Paket. Hoffentlich bekommen wir bald wieder die nächste Möglichkeit.“

Loek Hartog, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Wir befanden uns in der zweiten Rennstunde, und ich war noch für rund fünf Runden in meinem Stint im Auto, als ich zum Überholmanöver um Platz drei angesetzt habe. Leider habe ich dabei das Fahrzeug verloren – ein unnötiger Fehler. In dieser Phase des Rennens sollte man ein solches Risiko nicht eingehen, und ich fühle mich entsprechend schlecht. In ein Rennen wie dieses fließt so viel Energie, Zeit und Einsatz, und es dann auf diese Weise wegzuwerfen, ist sehr schwer zu akzeptieren. Für mich überwiegt natürlich die Enttäuschung, dennoch war es etwas Besonderes, mein IMSA-Debüt im Grello und mit Manthey zu geben, und ich hoffe, dass ich in Zukunft daran anknüpfen kann. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team.“

Ryan Hardwick, Manthey 1st Phorm Porsche 911 GT3 R #912: „Was für ein verrücktes Rennen. Ich glaube, ich war noch nie in ein Rennen mit so vielen Gelbphasen und Zwischenfällen involviert, deshalb fühlt es wirklich besonders an, ganz oben auf dem Podium zu stehen. Ich könnte nicht zufriedener und stolzer auf unser Team sein. Unsere Ingenieure mussten viele schwierige strategische Entscheidungen treffen, und gleichzeitig haben unsere Mechaniker unglaubliche Boxenstopps abgeliefert, die extrem schnell waren. Das alles zusammen hat uns letztlich in die Position gebracht, dieses Rennen zu gewinnen. Diesen Erfolg gemeinsam mit Riccardo und Richie zu feiern – zwei meiner engsten Freunde und Teamkollegen, mit denen ich bereits einige der größten Siege meiner Karriere erlebt habe – macht ihn noch einmal besonders. Diesen Sieg hier in Watkins Glen mit ihnen zu holen, bedeutet mir sehr viel. Ich bin sehr froh, dass Richie bei diesem Rennen dabei sein konnte, und dass wir zusammen eine weitere unglaubliche Erinnerung schaffen konnten. Vielen Dank.“

Riccardo Pera, Manthey 1st Phorm Porsche 911 GT3 R #912: „Mein erster Sieg in den USA fühlt sich einfach unglaublich besonders an und ich bin überglücklich. Das Team hat einen großartigen Job gemacht, vor allem strategisch, und das Auto war durchgehend stark. Meinen ersten IMSA Sieg ausgerechnet hier in Watkins Glen einzufahren – einer für mich ikonischen Strecke – macht diesen Moment noch einmal besonders. Ich könnte mir kaum mehr wünschen. Außerdem freue ich mich sehr, wieder mit Richie und Ryan im gleichen Line-up fahren zu dürfen. In dieser Konstellation haben wir im vergangenen Jahr Le Mans und den Weltmeistertitel gewonnen – das macht diesen Erfolg umso spezieller. Jetzt genießen wir diesen Moment und den positiven Schwung, bevor wir uns auf die letzten beiden IMSA Rennen konzentrieren.“

Richard Lietz, Manthey 1st Phorm Porsche 911 GT3 R #912: „Ein spannendes Rennen hier in Watkins Glen. Es ist eine wirklich anspruchsvolle Strecke und die verschiedenen Klassen mit ihren harten Kämpfen machen es auf Fahrersicht wirklich spannend und fordernd. Die Strategie von Manthey war perfekt  von daher konnten wir am Ende ums Podium kämpfen können. Riccardo und Ryan waren fantastisch – mit etwas Glück war es am Ende der Sieg für uns.“
 

Rennkalender IMSA Michelin Endurance Cup 2026:

16. - 18.01.2026 Roar before the Rolex 24 | Florida
21. - 25.01.2026 Rolex 24 at Daytona | Florida
18. - 21.03.2026 Mobil 1 Twelve Hours of Sebring | Florida
25. - 28.06.2026 Watkins Glen International | New York
30.07. - 02.08.2026 Road America | Wisconsin
01.10. - 03.10.2026 Petit Le Mans | Georgia 

 

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