- Manthey DK Engineering fährt im sechsten WEC-Saisonrennen von Platz 18 auf Rang sieben vor und sammelt sechs Meisterschaftspunkte
- The Bend Manthey erreicht nach notwendigen Reparaturen infolge einer Kollision in der ersten Rennrunde den zwölften Platz
Manthey DK Engineering überquert beim Gastspiel der FIA WEC in Japan die Ziellinie auf dem siebten Rang in der LMGT3-Klasse. James Cottingham, Timur Boguslavskiy und Ayhancan Güven kämpfen sich dabei von Startplatz 18 um elf Positionen nach vorne und sammeln wichtige Meisterschaftszähler. Für das Schwesterfahrzeug von The Bend Manthey verlief das Rennen nach einem Dreher und einer Kollision in der Auftaktrunde schwieriger. Nach einem notwendigen Reparaturstopp erreichen Yasser Shahin, Riccardo Pera und Richard Lietz den zwölften Platz.
Das Rennwochenende auf dem Fuji Speedway begann bereits am Samstag turbulent. Starker Regen und daraus resultierender dichter Nebel führten zur Absage der Qualifying-Sessions. Da die Startaufstellung anschließend auf Grundlage der Zeiten aus den freien Trainings bestimmt wurde, mussten die beiden Porsche 911 GT3 R das Rennen von den Positionen 17 (#92) und 18 (#91) und damit vom Ende des Feldes aufnehmen. Bereits in der ersten Rennrunde wurde das Rennen der Startnummer 92 durch einen Dreher und eine anschließende Kollision beeinträchtigt. Die dabei entstandenen Heckschäden machten einen Reparaturstopp notwendig, wodurch das Fahrzeug sechs Runden auf die Spitze verlor. Trotz aller Bemühungen des Fahrertrios erwies sich dieser Rückstand als zu groß, um noch entscheidend Boden gutzumachen. Nach sechs Rennstunden überquerten Shahin, Pera und Lietz die Ziellinie auf Rang zwölf. James Cottingham arbeitete sich am Steuer der Startnummer 91 derweil mit erfolgreichen Überholmanövern und einer gelungenen Boxenstrategie des Teams kontinuierlich durch das Feld nach vorne. Rund 90 Minuten nach Rennbeginn übernahm der Brite zeitweise sogar die Führung in der LMGT3-Klasse. Eine Durchfahrtsstrafe sowie eine strategisch ungünstige Virtual-Safety-Car-Phase warfen die Startnummer 91 ab der Rennhalbzeit ins Mittelfeld zurück. Die Schlussphase des Rennens sorgte dann noch einmal für zusätzliche Spannung. Eine späte Safety-Car-Phase und einsetzender Regen stellten die Teams in der LMGT3-Klasse vor strategische Herausforderungen und sorgten für zahlreiche Positionswechsel über das gesamte Feld hinweg. Ayhancan Güven brachte die Startnummer 91 nach Ablauf der sechs Stunden schließlich auf Rang sieben ins Ziel.
„Die 6 Hours of Fuji waren erneut ein spannendes und ereignisreiches WEC-Rennen. Zu Beginn war die Strecke noch stellenweise feucht, was uns bei der Startnummer 92 leider zum Verhängnis wurde. Yasser wollte einer Kollision zwischen vorausfahrenden Fahrzeugen ausweichen, geriet dabei auf eine noch nasse Stelle und drehte sich. In der Folge kam es zu einem Kontakt mit einem anderen Fahrzeug, wodurch unser Porsche im Kiesbett strandete. Zwar konnten wir das Rennen fortsetzen, die notwendigen Reparaturen kosteten uns jedoch sechs Runden und damit jede realistische Chance auf ein Top-Ergebnis. Mit der Startnummer 91 verliefen die ersten Rennstunden dagegen sehr positiv. James konnte sich aus allen Zwischenfällen im GT3-Feld herausgehalten und sich mit einer starken Pace bis an die Spitze der Klasse vorgearbeitet. Wie schon in Austin war das eine hervorragende Leistung von ihm. Auch Timur ist stark gefahren. Durch die Durchfahrtsstrafe haben wir jedoch viele Positionen eingebüßt. Mit dem einsetzenden Nieselregen und der späten Safety-Car-Phase wurde das Rennen in der Schlussphase noch einmal besonders spannend. Strategisch sind wir bewusst ein hohes Risiko eingegangen und haben beim letzten Boxenstopp der #91 ausschließlich getankt, ohne die Reifen zu wechseln. Dadurch konnten wir zunächst wieder mehrere Positionen gewinnen. Im weiteren Rennverlauf fiel der Regen allerdings schwächer aus als erwartet, wodurch die Fahrzeuge auf frischen Reifen einen Vorteil hatten. Ayhancan hat dennoch sehr stark gekämpft, verlor zunächst einige Positionen, arbeitete sich anschließend aber wieder nach vorne und verteidigte hervorragend. Am Ende trennten uns lediglich 13 Tausendstelsekunden von Platz sechs. Aktuell ist das Ergebnis allerdings noch vorläufig und einige Situationen werden noch untersucht. Deshalb bleibt abzuwarten, wie die endgültige Klassifizierung aussehen wird“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing der Manthey Racing GmbH.
Mit zwei verbleibenden Meisterschaftsläufen liegen Cottingham, Boguslavskiy und Güven (#91) nun auf Rang vier in der FIA Endurance Trophy für LMGT3-Teams (54 Punkte). Shahin, Pera und Lietz (#92) folgen mit 49 Zählern auf dem siebten Wertungsrang.
Die ‚6 Hours of Fuji‘ markieren für Manthey den Auftakt einer intensiven Saisonabschlussphase. Bereits in der kommenden Woche reist das Team zum Saisonfinale des IMSA Michelin Endurance Cup (3. Oktober 2026) nach Atlanta, USA. Unmittelbar anschließend stehen die letzten beiden DTM-Sprintrennen des Jahres auf dem Hockenheimring auf dem Programm (10. bis 11. Oktober 2026), bevor Manthey mit dem vorletzten Lauf der FIA WEC auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya (18. Oktober 2026) die Serie von vier Rennwochenenden an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden abschließt.
Stimmen zu den ‚6 Hours of Fuji‘ 2026:
James Cottingham, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Das Glück war mit der Absage des Qualifyings nicht auf unserer Seite. Aber, obwohl wir von der letzten Position gestartet sind, konnte ich an die Spitze des Feldes vorfahren und es sah nach einem sehr guten Ergebnis für uns in Fuji aus. Leider hat uns die Strafe nach hinten geworfen. Am Ende des Rennens hat das Team dann strategisch, mit hohem Risiko, starke Entscheidungen getroffen und uns zurück nach vorne gebracht. Mit den Reifen hatten wir am Ende aber nicht die Pace, um ganz vorne mitzukämpfen. Es war ein sehr gutes Wochenende von uns, aber leider hat es nicht ganz für das Ergebnis gereicht, was das ganze Team aus meiner Sicht verdient hatte.“
Timur Boguslavskiy, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „James hatte zu Beginn eine super Pace und ist vom Ende des Feldes auf den ersten Platz vorgefahren. Ich habe leider eine Strafe bekommen, wodurch ich im Feld wieder etwas zurückgeworfen wurde. Als Can am Ende am Steuer war, war es dann ein Hin und Her wegen verschiedener Rennstrategien der einzelnen Autos und es wurde für uns schließlich Platz sieben. Wir haben uns mehr erhofft in Japan, aber immerhin konnten wir sechs Meisterschaftszähler mitnehmen.“
Ayhancan Güven, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Platz sieben in Fuji. Wir haben Punkte gesammelt, aber nicht so viele, wie wir uns erhofft hatten. James ist einen tollen ersten Stint gefahren, sodass wir zwischenzeitlich in Führung waren. Leider haben uns dann Strafen und Kontakte mit anderen Autos zurückgeworfen. Die letzten 45 Minuten waren wirklich chaotisch mit dem Safety-Car und dem Regen. Viele Teams waren auf unterschiedlichen Strategien unterwegs. Am Ende hat unsere Pace leider nicht gereicht, um ganz vorne mitzukämpfen, war wir uns vor dem Event in Japan definitiv erhofft hatten. Von Platz 18 auf sieben vorzufahren, ist natürlich dennoch stark.“
Yasser Shahin, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Der Rennstart verlief leider chaotisch. Als ich den Fahrzeugen vor mir, die kollidiert waren, ausweichen wollte, war ich zur falschen Zeit am falschen Ort. Auf der noch feuchten Strecke kam es zu einem Dreher und in der Folge zu einem Kontakt mit einem anderen Fahrzeug. Der dabei entstandene Schaden machte einen Reparaturstopp notwendig und warf uns früh zurück. Wir haben das Rennen zwar zu Ende gebracht, hatten durch den großen Rückstand jedoch keine Chance mehr auf die Punkteränge. Nach zwei Rennen in Folge ohne Meisterschaftspunkte nach Hause zu fahren, ist natürlich frustrierend. Jetzt richten wir unseren Fokus aber auf Barcelona und wollen dort wieder angreifen.“
Riccardo Pera, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Nach den Reparaturen in der Box, lagen wir sechs Runden zurück. An dem Punkt war es dann leider einfach auch schon vorbei für uns, was natürlich sehr enttäuschend ist. Immerhin konnte ich aber noch einige Runden auf der Strecke in Fuji genießen, die ich sehr mag. Trotzdem ist es ärgerlich, dass wir keine Punkte holen konnten. In Barcelona ist das Ziel klar, wieder stärker zurückzukommen und in die Punkteränge zu fahren.“
Richard Lietz, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Wir hatten leider einen Dreher direkt nach dem Start und dann eine Berührung mit einem Aston Martin. Dann waren wir im Gravelbett festgesteckt und mussten anschließend zur Reparatur in die Box kommen. Das Rennen war dann für uns leider vorbei und am Ende sind wir mit einigen Runden Rückstand auf das Feld ins Ziel gekommen. Nun bereiten wir uns auf die letzten beiden Saisonrennen vor, um das Jahr hoffentlich, nach zuletzt schwierigen Rennen, auf einem Hoch zu beenden.“









