- Rang drei bedeutet das zweite Podium in Folge für Yasser Shahin, Riccardo Pera und Richard Lietz (#92)
- The Bend Manthey übernimmt die Führung in der LMGT3-Wertung
- James Cottingham, Timur Boguslavskiy und Ayhancan Güven (#91) stehen als Siebte im Rennen an gleicher Stelle in der Meisterschaft
Spa. Manthey und The Bend stehen in Spa zum zweiten Mal in Folge auf dem Podium und übernehmen damit die Spitze der LMGT3-Meisterschaft. Eine von Zwischenfällen geprägte Startphase bei den 6 Stunden von Spa Francorchamps warf beide Porsche 911 GT3 R von den Startpositionen neun (#91) und zwölf (#92) trotz eines vielversprechenden Auftakts der Bronze Piloten zunächst zurück. Bereits in der ersten Rennrunde war die Startnummer 91 in einen Kontakt mit einem BMW verwickelt, zudem musste James Cottingham eine Durchfahrtstrafe wegen Track Limits absitzen – ein Schicksal, das viele Teams über die Renndistanz in Spa ereilte. Das Schwesterfahrzeug wurde nach einer frühen Aufholphase von Yasser Shahin durch den Kontakt mit einem Hypercar bis ans Ende des Feldes zurückgeworfen (P17), nahm jedoch umgehend wieder die Verfolgung auf. In dem weiterhin von harten Zweikämpfen und vielen Gelb und Safety Car Phasen charakterisierten Rennen arbeiteten sich beide Manthey Neunelfer mit leicht unterschiedlichen Strategien vor: Während Timur Boguslavskiy nach einem Doppelstint rund zwei Stunden vor Rennende auf Rang elf liegend an Ayhancan Güven übergab, wechselten sich bei der zu diesem Zeitpunkt auf Platz fünf rangierenden Startnummer 92 Riccardo Pera und Richard Lietz mit Einzelstints ab. Fehlerlose Schlussstints der drei Schlussfahrer sowie mit dem Fallen der Zielflagge ausgesprochene Strafen führten The Bend Manthey zu Rang drei und damit zum zweiten Podiumsergebnis in Folge, während Manthey DK Engineering ebenfalls an das Punktergebnis aus Imola anknüpfte und als Siebter wichtige Zähler für die Meisterschaft sammelte. In der LMGT3 Wertung übernehmen Shahin, Lietz und Pera damit die Führung (30 Punkte), während Cottingham, Boguslavskiy und Güven mit 18 Zählern punktgleich mit dem Sechstplatzierten auf Rang sieben liegen.
„Das zweite WEC Rennen der Saison endet erneut mit einem Podium für die Startnummer 92. Die 91 konnte nach einem unverschuldeten Kontakt mit einem Kontrahenten, der sich nicht entsprechend den Driving Standards der Serie verhalten hat, und der dabei entstandenen Beschädigungen lediglich Rang sieben ins Ziel bringen“, berichtet Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing der Manthey Racing GmbH. „Grundsätzlich lässt sich das Rennen als sehr chaotisch zusammenfassen. Beide Porsche 911 GT3 R hatten bereits in der Startphase – obwohl James und Yasser jeweils einen sehr guten Job gemacht haben – unverschuldete Kontakte, durch die wir viele Positionen verloren haben. Das hat unseren Rennverlauf früh verändert und dazu geführt, dass wir unsere Herangehensweise anpassen und bereits in den Mittelstints aggressiv agieren mussten, um wieder nach vorne zu kommen. Doch das hat sich am Ende ausgezahlt. In seiner Schlussphase war das Rennen in beiden Klassen sehr hart, mit vielen Kontakten, Unfällen und Gelbphasen. Umso mehr freuen wir uns über Platz drei für The Bend Manthey. Auch die 91 hätte ohne den späteren unverschuldeten Kontakt im weiteren Rennverlauf das Potenzial für ein Podium gehabt. Insgesamt konnten wir die Stärke unserer Line ups und des gesamten Teams zeigen und gehen nun mit viel Rückenwind, großer Vorfreude und hohen Erwartungen nach Le Mans.“
Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH, resümiert: „Ein beeindruckendes Rennen, nicht zuletzt aufgrund der großartigen Kulisse: Über 100.000 Fans vor Ort und erneut ein Besucherrekord – wie bereits so häufig in den vergangenen zwei Jahren – sind ein starkes Zeichen für den Sport und die WEC. Sportlich ist das zweite Podium in Folge für die Startnummer 92 mit Platz drei ein sehr positives Ergebnis, das uns zudem die Führung in der Meisterschaft einbringt. Gerade nach dem Zwischenfall in der Anfangsphase ist dieses Resultat als starkes Comeback zu bewerten. Für die 91 ist das Ergebnis dagegen schade, da ohne das von der Rennleitung bestrafte Verhalten der Konkurrenz und die daraus resultierenden Schäden auch hier ein besseres Resultat möglich gewesen wäre. Das spiegelt die Leistung von James, Timur und Ayhancan nicht vollständig wider. Umso mehr richten wir den Blick nun nach vorn und wollen in Le Mans mit beiden Fahrzeugen wieder unser volles Potenzial zeigen – nachdem zunächst mit den 24 Stunden Nürburgring bereits nächste Woche ein weiteres Saisonhighlight auf uns wartet.“
Die 24 Stunden von Le Mans vom 10. bis 13. Juni 2026 mit dem Vortest am vorherigen Wochenende bezeichnen den dritten Lauf der FIA-Langstreckenmeisterschaft. Für Manthey steht jedoch zunächst noch ein weiterer Langstreckenklassiker im Kalender: das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vom 16. bis 17. Mai.
Stimmen zu den Sechs Stunden von Spa 2026:
James Cottingham, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Das Rennen begann sehr gut, doch bereits nach sieben Kurven wurden wir in einem kleinen Zwischenfall von der Strecke gedrängt, was uns für den restlichen Rennverlauf in eine schwierige Ausgangslage brachte. Trotz einer sehr starken Pace bedeutete das Hinausdrängen in Kurve sieben, dass wir den restlichen ersten Stint im Verkehr mehrere Fahrzeuge weiter hinten feststeckten, wo es in der Folge zu weiteren Kontakten kam. Dadurch erhielten wir auch Track Limits Verwarnungen, die schließlich in einer Fünf Sekunden Durchfahrtsstrafe mündeten und uns zusätzliche Positionen kosteten. Viele der weiteren Zwischenfälle im Rennen waren letztlich eine direkte Folge dieser ungünstigen Positionierung im Feld. Dennoch nehmen wir wertvolle Punkte mit und freuen uns sehr für das Schwesterfahrzeug. Das gesamte Team hat mit seiner sehr starken Leistung gezeigt, wo wir im Feld hingehören. Von hier an können wir nur nach vorn blicken, aus dem Geschehenen lernen und uns voll fokussiert auf ein gutes Ergebnis beim nächsten Lauf konzentrieren.“
Timur Boguslavskiy, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Das Wochenende begann für mich nicht ideal, da ich mich zunächst nicht ganz fit fühlte und unklar war, ob ich einen Doppelstint absolvieren könnte. Heute habe ich mich jedoch gut gefühlt und konnte diesen fahren, was mein Hauptfokus für das Rennen war. Dank eines guten Tests hier in Spa vor rund einem Monat waren wir gut vorbereitet und konnten uns zum zweiten Mal in dieser Saison für die Hyperpole qualifizieren. Ein großer Dank gilt dabei auch James für seine starke Leistung im Qualifying und im Rennen. Mit der Pace des Fahrzeugs und unserem Fahreraufgebot hätten wir das Potenzial gehabt, um den Sieg zu kämpfen, doch Pech und unnötige unverschuldete Kontakte warfen uns zurück. Dennoch nehmen wir wichtige Punkte mit und richten den vollen Fokus nun auf Le Mans, wo wir unser tatsächliches Potenzial zeigen wollen.“
Ayhancan Güven, Manthey DK Engineering Porsche 911 GT3 R #91: „Mit Platz sieben in Spa war es insgesamt ein sehr hartes Rennen. Wir hatten mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen, beginnend mit dem Zwischenfall in Runde eins und später einem weiteren Vorfall während meines Stints rund zwei Stunden vor Rennende, der Schaden am Fahrzeug verursachte und unsere Situation zusätzlich erschwerte. Trotzdem gibt es viele positive Aspekte aus diesem Wochenende mitzunehmen. Unser gesamtes Fahreraufgebot hat sich stark präsentiert, und wir konnten im Vergleich zu Imola sogar eine noch bessere Performance zeigen – das gibt uns Momentum und darauf können wir stolz sein. Am Ende hat uns für ein noch besseres Resultat schlicht etwas Glück gefehlt. Mit 18 Meisterschaftspunkten reisen wir gut aufgestellt nach Le Mans und haben einen starken Rhythmus gefunden. Glückwunsch an das Schwesterfahrzeug und ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die hervorragende Arbeit, insbesondere bei Strategie und Abstimmung beider Fahrzeuge bei den Boxenstopps. Ich freue mich bereits sehr auf Le Mans.“
Yasser Shahin, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Ich bin unglaublich glücklich und dankbar, mit so erfahrenen Fahrern und in einem großartigen Team zu fahren. Wir hatten einen soliden Start, und besonders die ersten Runden fühlten sich sehr stark an, als wir uns fehlerfrei durch das Feld nach vorne gearbeitet haben. Leider wurde ich dann im Bereich Piff Paff von einem Hypercar getroffen – eine sehr unglückliche Situation, die so nicht hätte passieren dürfen. Ich hatte großes Glück, das Rennen nach dem Ausritt ins Kiesbett fortsetzen zu können. Trotz kleiner Beschädigungen konnten wir eine gute Pace halten. Umso größer ist am Ende die Freude über den Podiumsplatz – ein Ergebnis, das ich mir zwei Stunden nach Rennbeginn so nicht hätte vorstellen können.“
Riccardo Pera, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Es ist ein großartiges Gefühl, im zweiten Saisonrennen wieder auf dem Podium zu stehen – erneut Platz drei für uns. Mein Dank gilt Yasser und Richard, das Auto war hervorragend und das Team hat mit der Strategie einen fantastischen Job gemacht. Wir sind mit diesem Ergebnis sehr glücklich. Als Führende in der Meisterschaft in Richtung Le Mans im nächsten Monat zu gehen, gibt uns einen zusätzlichen Motivationsschub. Ich kann das größte Rennen des Jahres kaum erwarten.“
Richard Lietz, The Bend Manthey Porsche 911 GT3 R #92: „Ein Podium in Spa – das ist einfach fantastisch. Die sechs Stunden hier waren erneut extrem turbulent, und genau das macht die WEC so attraktiv für die Fans, was sich mit über 100.000 Zuschauern an diesem Wochenende eindrucksvoll gezeigt hat. Meine Teamkollegen haben einen großartigen Job gemacht: Zwischendurch lagen wir ganz hinten, dann wieder vorne, mal im Mittelfeld – es ging ständig auf und ab. Dass am Ende tatsächlich ein Podiumsplatz für uns herauskam, ist umso schöner. Zwei Podiumsplätze in den ersten beiden Rennen der WEC Saison 2026 sind eine wirklich starke Teamleistung. Ich bin sehr glücklich.“









