Closer to perfection
Manthey muss die 24h Nürburgring 2026 nach einem Unfall frühzeitig beenden
Racing | Nordschleife
  • Der von Ayhancan Güven, Kévin Estre und Thomas Preining pilotierte Neunelfer arbeitete sich im 161 Fahrzeuge staken Starterfeld früh unter die Spitzenreiter  
  • Ein durch eine Ölspur verursachter Einschlag im Bereich Brünnchen führte jedoch zum verfrühten Rennende für die Startnummer 911 nach weniger als vier Stunden Renndistanz 
  • Die Startnummer 992 von Manthey und der Griesemann Gruppe befindet sich weiterhin im Rennen 

Nürburg. Manthey muss das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nach einem Unfall des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911 aufgrund einer Ölspur bereits nach vier Stunden Renndistanz beenden. Von der achten Position in das in die 54. Ausgabe des Langstreckenrennens auf dem Nürburgring gestartet, konnte Startfahrer Kévin Estre (Frankreich) in seinem Stint bereits bis in die Top Zwei vorfahren. Thomas Preining (Österreich) und Ayhancan Güven (Türkei) knüpften an diese Leistung an und hielten den Grello-Porsche unter wechselhaften Bedingungen auf der 25,378 Kilometer langen Strecke konstant in Schlagdistanz zum Führenden. Mit etwas mehr als 20 verbleibenden Stunden auf der Uhr verlor Kévin Estre, der zu diesem Zeitpunkt wieder am Steuer des Neunelfers saß, im Streckenabschnitt Brünnchen jedoch aufgrund einer Ölspur das Heck seines Fahrzeugs und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Während der Fahrer keinen Schaden davontrug, wurde der gelb grüne Porsche wurde jedoch so schwer im Motorbereich beschädigt, dass er unverzüglich abgestellt werden musste. Dies bedeutete das frühzeitige Ende des Rennens für Manthey und die Startnummer 911 in ihrem Jubiläumsjahr. Die gemeinsam mit der Griesemann Gruppe eingesetzte Startnummer 992 befindet sich jedoch weiterhin im Einsatz und wird das Rennen für das Team bestreiten.  

„Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass unser Rennen mit der 911 so früh zu Ende ging. Kévin hat das Auto aufgrund von Öl auf der Strecke verloren und ist eingeschlagen. Das hätte er auf keine Weise verhindern können. Der Schaden war leider einfach zu groß und wir mussten den Motor sofort abstellen. Das Auto zu reparieren, wäre nicht mehr möglich gewesen. Bis dorthin lief das Rennen für uns sehr gut. Wir haben vorne mitgekämpft und waren in einer sehr guten Position. Das Ergebnis schmerzt uns sehr und tut uns auch einfach leid für alle Fans, die Fahrer und natürlich das ganze Team. Es hat uns unfassbar gefreut, so viele Grello-Fans an der Strecke zu sehen. Wir wissen diese große Unterstützung sehr zu schätzen und hätten gerne länger eine gute Show geboten. Das Ziel ist natürlich, im nächsten Jahr nun noch stärker zurückzukommen und das Rennen mit der 992 erfolgreich zu Ende zu bringen“, fasst Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH zusammen.

Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH, ergänzt: „Leider ein vorzeitiges Ende für unseren Grello Porsche beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Das Auto ist auf einer Ölspur ausgerutscht – ein Zwischenfall, bei dem Kévin keinerlei Schuld trägt. Genau das ist die bittere Seite dieses Rennens: Solche Situationen können auf der Strecke immer wieder auftreten und sind kaum vorherzusehen. Nach dem Einschlag konnte das Fahrzeug zwar zunächst noch weiterfahren, allerdings hat sich dabei ein Riemen gelöst, wodurch der Motor irreparabel beschädigt wurde. Natürlich ist die Enttäuschung riesig. Aber genau das gehört auch zum Motorsport dazu: Er bringt extreme Höhen und Tiefen mit sich und nach Erfolgen folgen oft Rückschläge. Gerade das prägt einen als Team und als Persönlichkeit. Entscheidend ist, dass man trotzdem weitermacht und wieder angreift. Es tut mir unglaublich leid für alle Beteiligten, für die gesamte Mannschaft, unsere Partner und die Fans. ,Grello‘ steht für den Anspruch, vorne mitzufahren, wenn wir antreten. Und wer um die Spitze kämpft, bewegt sich zwangsläufig immer am Limit und damit auch im Bereich höchster Risiken. Wir haben gekämpft und waren voll dabei. Das Rennen wäre sicherlich noch hart geworden, aber ich glaube, wir hätten eine starke Show liefern können. Umso bedauerlicher ist es, dass unser Rennen mit so früh zu Ende ging. Davon lassen wir uns aber nicht unterkriegen.“


Stimmen zu den 24 Stunden auf dem Nürburgring 2026:

Kévin Estre, Porsche 911 GT3 R #911: „Leider war das Rennen schnell für uns vorbei. Ich war in meinem zweiten Stint in der zweiten Runde im Brünnchen, habe ein anderes Fahrzeug überholt und plötzlich habe ich das Heck, wegen Öls auf der Strecke, verloren. Es gab leider keine Flaggen und niemanden vor mir, was mich hätte warnen können. Ich bin eingeschlagen und das Heck wurde stark beschädigt. Es tut mir sehr leid für das ganze Team. Sie haben die ganze Woche wie immer einen tollen Job gemacht, daher ist die Situation einfach hart zu akzeptieren. Leider ist Motorsport manchmal so und gerade auf dem Nürburgring kann immer viel passieren. Danke an alle Fans für die tolle Unterstützung! Ich könnte nicht dankbarer sein und habe mich sehr gefreut, so viele Menschen an der Strecke zu sehen.“

Ayhancan Güven, Porsche 911 GT3 R #911: „Nach den zweiten Plätzen in den vergangenen beiden Jahren ist es natürlich enttäuschend, dass wir es diesmal nicht bis ins Ziel geschafft haben. Ein Zwischenfall durch Öl auf der Strecke hat uns aus dem Wettbewerb gerissen. Dabei hatten wir ein sehr konkurrenzfähiges Auto und waren in einer guten Position im Spitzenfeld. Die Bedingungen waren über die gesamte Distanz hinweg anspruchsvoll – immer wieder leichter Regen und Öl auf einzelnen Streckenabschnitten. Gerade auf der Nordschleife und bei einem so großen Teilnehmerfeld kommt es leider immer wieder zu solchen unberechenbaren Situationen. Dieses Mal hat es uns getroffen und das tut mir besonders leid für das gesamte Team. Alle haben erneut einen riesigen Einsatz gezeigt. Ein großer Dank geht außerdem an all unsere Partner und Fans für die Unterstützung während der gesamten Woche.“  

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #911: „Der Ausfall ist natürlich wahnsinnig bitter. Wir hatten alle Zutaten, um erneut um das Podium oder den Sieg zu kämpfen und umso enttäuschender ist es, dass das Rennen auf diese Weise endet. Bei Öl auf der Strecke ist man als Fahrer praktisch machtlos und leider hat uns dieses Thema schon über die gesamte Saison hinweg immer wieder begleitet. Trotz allem gilt mein großer Dank dem gesamten Team. Der Einsatz aller Beteiligten war wieder enorm und jeder hat erneut jeder seinen Job perfekt gemacht. Für mich war es das vierte Jahr in Folge im ‚Grello‘. Vier Jahre hintereinander hat teamseitig alles funktioniert, trotzdem blieb der große Erfolg bislang aus. Direkt nach so einem Rennen fällt das natürlich schwer einzuordnen, aber ich bin mir sicher: Wir werden nächstes Jahr wieder angreifen.“   
 

Impressionen

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